LGBT-Themen in der Sozialen Arbeit2017-11-02T15:59:48+01:00

Die Zweigeschlechtlichkeit und damit verbundene heterosexuelle Liebe und Identität hält einer historischen oder kulturanthropologischen Untersuchung nicht im Sinne eines ‘natürlichen Ausgangspunktes’ stand, sondern wird als eine Konzeption sichtbar, die auch anders sein könnte, die aber die Qualität einer dominanten gesellschaftlichen Norm erlangt hat.

Das Verkehrsschild, das vor einigen Jahren in Innsbruck von Michaela Fessel fotografiert wurde soll uneinheitliche und vielfältige Geschlechter symbolisieren.

Soziale Arbeit, als weiblich konnotierte Profession (Vgl. Brückner 2002, 269) ist in ihren ‘Grundfesten’ von zweigeschlechtlichen Zuschreibungen ‘betroffen’ und sozialarbeiterische und sozialpädagogische Praxis enthält ‘heteronormative Institutionen’, also gewohnheitsmäßige Handlungs- und Denkweisen, die an die heterosexuelle Norm angelehnt sind, nicht erkannt und nicht in Frage gestellt werden, aber von der Norm abweichende Lebensentwürfe systematisch abwerten und ‘sanktionieren’. Dies ist Problematisch, wenn es um das Ziel oder die Vision sozialer Integration, Partizipation, Gleichstellung und Gerechtigkeit geht.

Das Thema der Gleichstellung von LGBT-Personen stand in den letzten Jahren vermehrt auf der politischen Agenda von EU-Mitgliedsstaaten.

Es geht darum, Ungleichheiten, die LGBT-Personen im Bereich der Sozialen und Gesundheitsdiensten erfahren, aufzuzeigen und zu verringern.

Empfehlungen für die Inklusion von den lesbischen, schwulen, bisexuellen und trans (LGBT) Personenkreis betreffenden Themen in der Ausbildung Sozialer Arbeit
von Urban Nothdurfter (Freie Universität Bozen) und Andrea Nagy (FH St. Pölten), 2016

→ Download (PDF, 371 kb)

‚Bildlich‘ wird auf einem Poster der Fundamental Rights Agency über das Thema dargestellt, worum es bei der Verringerung von Ungleichheitserfahrungen geht. Denkbar wäre es, den Titel umzubenennen und auch die Social Services einzufügen:

„Being LGBT- Life in the EU today: going to the doctor or to social services

Brückner, M. (2002). On social work and what gender has got to do with it. European Journal of Social Work, 5(3), 269-276. doi: 10.1080/714053158

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