Kinder- und Jugendhilfe/Care Leaver2017-11-02T15:47:59+01:00
Resilient Spirit

‘Resilient spirit’, ein Graffiti auf der Rückseite des Apollo Theaters in Harlem, soll symbolisieren, dass Kinder und Jugendliche mit Erfahrungen in der stationären Fremdunterbringung heute leider immer noch in vielen Bereichen ungleiche Chancen der gesellschaftlichen Teilhabe zugesprochen bekommen.

Dementgegen wirkt der ‚resilient spirit‘ – Es gibt spezifische Ressourcen, die Care Leaver entwickelt haben, die noch viel zu wenig Anerkennung finden!

Das Apollo Theater war eine der ersten Stationen in der Karriere vieler bekannter KünstlerInnen, wie z.B. Michael Jackson oder Ella Fitzgerald. In der ‚Amateur Night‘, die heutzutage dort wieder einmal die Woche stattfindet, treten regelmäßig neue junge Talente auf.

Aktuelle Themen

Anerkennungs- und Identitätsarbeit mit fremduntergebrachten Jugendlichen

In ‚mainstream‘ Kulturproduktionen wird der Bereich des Aufwachsens außerhalb der Herkunftsfamilie in stationärer Unterbringung kaum behandelt, selbst im Internet gibt es im deutschen Sprachraum wenig Angebote, die eine konstruktive Auseinandersetzung, einen positiven Entwurf in die eigene Zukunft nach der Heimerziehung (z.B. im Sinne eines positiven ‚role models‘) befördern würden.

Bei der Identitätsarbeit geht es im Wesentlichen um die Produktion reflexiven Wissens über einen selbst, es geht aber auch um soziale Gruppenidentitäten, die mit der individuellen Biografie verbundenen sind und darum ‚empowernde‘ Ressourcen daraus gewinnen zu können.

Wie können SozialpädagogInnen diese Prozesse fördern, wie kommt es zum Empowerment fremd untergebrachter Jugendlicher, wie können ‚Erfahrungs-ExpertInnen‘ der stationären Fremdunterbringung aktiv und anerkannt werden?

→ Text ‘Anerkennungs- und Identitätsarbeit mit fremduntergebrachten Jugendlichen. 5 Praxisbeispiele aus dem Südtiroler Kinderdorf’ ist in Arbeit

Gesellschaftspolitisches Wissen erlangen – durch ‚Enquiry Based Learning‘ in Sozialpädagogischer Fallarbeit

Community-basierte Ansätze werden immer wichtiger in der Sozialpädagogik, auch in der Kinder -und Jugendhilfe.

Welches Wissen ist erforderlich um ‘in die Community hinein’ zu denken, anstatt ausschliesslich ins Individuum hinein? Soziale Probleme werden ‚zwischen‘ Personen und ‚Strukturen‘ sichtbar wenn man sie dort ‚sucht‘.

Welche Wissensgebiete führen ‚in die Community‘, welche ‚in das Individuum‘? Team-basierte praktische Denk-Ansätze ins Gemeinwesen hinein.

Gewaltprävention in stationärer Unterbringung – MitarbeiterInnenschulungen

In Sachen Gewaltprävention und auch im Umgang mit jugendlicher Gewalt in sozialpädagogischen Einrichtungen wird häufig zur Implementierung von ‘vorgefertigten’ Konzepten von aussen gegriffen, mithilfe derer ein adäquater Umgang erlernt und erprobt werden soll. Dieses Wissen und entsprechende Konzepte sind an sich sehr wertvoll, ganz wesentlich ist ‚Umgang mit Gewalt‘ jedoch auch etwas, das an eigene Erfahrungen anknüpft und wo die Wahrnehmung über die eigene Kompetenz und die Teamkompetenz im Umgang mit Gewalt ganz entscheident ist. Daher sind auch (partizipativ) erarbeitete und über Wissensmanagment ausgetauschte Umgangsweisen mit jugendlicher Gewalt hilfreich, wo auf Grundlage eigener Voraussetzungen der TeilnehmerInnen Kompetenzen für die Gewaltprävention und den Umgang mit jugendlicher Gewalt erarbeitet werden.

‘Implementing the good practise model of rendering implicit knowledge explicit through guided exchange in and between care-worker teams – bringing to light existing team competences in dealing with potentially violent youth’ am 05.04.2010 bei der International Conference in Alternative Care in Prag, CZ

‘Kompetenzen im Umgang mit jugendlicher Gewalt’ am 28.06. 2008 im Südtiroler Kinderdorf, Brixen, I MitarbeiterInnenschulung für den Bereich Wohngruppen

Publikationen zum Thema

Vorträge & Workshops zum Thema